Allgemeines

Schön war’s! Dank an alle!

Viele Besucherinnen und Besucher haben zweimal in diesem Sommer, im Juni und im August 2018, die Gelegenheit genutzt, beim Besuch der Museen am Kulturforum Kunstgenuss mit kulinarischen Freuden zu verbinden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die zum Gelingen des Sommer Food Markts am Kulturforum beigetragen haben!

Pamela Dorsch & Udo Tremmel
Büro für kulinarische Maßnahmen

 

 

Marktgespräche

Die cremige Milch der Jersey-Kühe

»Die Stadtkäserin« ist eine neue Marke für Milch- und Käseprodukte in Berlin. Die Milch kommt aus dem direkten Umland der Hauptstadt. Beim Sommer Food Markt ist Astrid Zand mit Eis aus Milch von Jersey-Kühe vertreten. Zudem bietet sie zwei Milch-Verkostungen an: Freitag und Samstag, 24. und 25. August, jeweils 13 Uhr. Wir haben mit der »Stadtkäserin« gesprochen.


Sie sind neu auf dem Markt, was produzieren Sie und was sind Ihre Pläne?

Wir setzen zu 100 Prozent auf Milch von Jersey-Kühen und Handwerk. Alle Produkte werden nach traditioneller Art und mit natürlich belassener Milch hergestellt – ohne Homogenisierung oder Zusatzstoffe beispielsweise im Joghurt. Jede Flasche Milch wird achtsam per Hand abgefüllt, der Quark ist handgeschöpft und unser Camembert bekommt die nötige Zeit beim Käsen und beim Reifen. Das schmeckt man dann auch.

Was ist besonders an den Jersey-Kühen?

Jersey-Kühe sind eine alte Rasse, die ursprünglich von der Kanalinsel Jersey stammt. Diese Kühe geben weniger Milch als Milchkühe, die auf eine hohe Leistung gezüchtet wurden. Dafür geben sie eine ganz besondere Milch mit rund 20 Prozent mehr Protein, einem überdurchschnittlichen Fettgehalt und wertvollen Nährstoffen. Die Jersey-Milch enthält 30 Prozent mehr Kalzium, besonders viel Omega-3-Fettsäuren und doppelt soviel Beta-Karotin, eine Vorstufe des Vitamins A. Die Brandenburger Jersey-Kühe stehen so lange wie möglich auf der Weide, in der Regel von April bis Oktober. Im Winter haben sie so viel Weidegang wie möglich. Das wirkt sich natürlich nicht nur auf das Wohlbefinden der Kuh, sondern auch auf die Milchqualität positiv aus.

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Marktgespräche

Warum Fische in der Großstadt?

In alten Gewächshäusern im Landschaftspark Herzberge in Lichtenberg befindet sich – umgeben von idyllisch weidenden Pommerschen Rauhwollschafen – die erste Berliner »StadtFarm«. Die »Farm« ist eine Aquaponik-Anlage, in denen in geschlossenen Kreisläufen Fisch gezüchtet und Gemüse, Salate und Kräuter angebaut werden. Die StadtFarm betreibt einen eigenen Hofladen und veranstaltet vor Ort, gemeinsam mit Bio-Betrieben aus dem Berliner Umland, regelmäßig Märkte, die stets gut besucht sind.

Bald sollen weitere solcher Farmen in Berlin entstehen und zur lokalen Versorgung mit frischen Lebensmitteln in der Großstadt beitragen. Wir haben darüber mit Stefanie Dorsch gesprochen. Beim 2. Sommer Food Markt am Kulturforum stellt sie die StadtFarm in einem Marktgespräch vor: Samstag, 25. August, 18 Uhr. – Außerdem gibt es eine kulinarische Premiere.


Warum sollte man Fische in der Stadt halten? 

Immer mehr Menschen wohnen in der Stadt, und immer mehr Menschen müssen in großen Städten oder sogar Mega-Städten mit Nahrung versorgt werden. Eben auch mit tierischen Eiweißen. Fisch in unserer Aquakultur ist eine ressourcenschonende Alternative zum Fisch aus dem Meer, da wir wenig Platz benötigen und kurze Transportwege haben.

Aquaponik hat bei manchen Leuten keinen guten Ruf. Was sagt Ihr denen?

Man muss ganz genau hinschauen, wie die Aquakultur betrieben wird, da gibt es große Unterschiede. Wir arbeiten konsequent in natürlichen Kreisläufen. Unsere Wasserqualität ist so gut, weil wir natürliche Filter wie Bakterien, Regenwürmer oder Pflanzen nutzen. Und weil wir deshalb den Fischen keine Medikamente geben müssen. Sie bleiben gesund. Außerdem sparen wir extrem viel Wasser, da wir nur das Wasser ersetzen müssen, das verdunstet oder von den Pflanzen in unserem Kreislauf verbraucht wird. Alles Dinge, die in anderen Aquakulturen nicht so gemacht werden.

Warum sind Eure Produkte aus Eurer Sicht besonders nachhaltig und zukunftsfähig in der Ernährung?

Unsere StadtFarmen sind da, wo die Verbraucherinnen und Verbraucher sind – in den Städten und Ballungsgebieten. Immer globaleren Strukturen setzen wir ein ultra-lokales System entgegen: Kurze Transportwege, dadurch viel weniger Lebensmittelverschwendung, wenig Platzbedarf und eine große Transparenz und Nähe zum Verbraucher. Wir sind so konsequent nachhaltig wie sonst kaum ein Lebensmittelproduzent! Wir setzen so wenig Ressourcen ein wie nötig, für uns gibt es keinen Abfall, denn alles ist Grundlage für etwas Neues. Dadurch können die Verbraucherinnen und Verbraucher durch den Kauf unseres Fisches auch etwas gegen die Überfischung der Meere, die Auslaugung der Böden und gegen Lebensmittelverschwendung tun.

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Allgemeines

2. Sommer Food Markt

Anlässlich der Ausstellung »Food Revolution 5.0. Gestaltung für die Gesellschaft von morgen« im Kunstgewerbemuseum verwandelt sich die Piazzetta des Kulturforums zum zweiten Mal diesen Sommer in einen bunten und vielfältigen Marktplatz.

Der Sommer Food Markt lädt an drei Tagen zum Genießen, Verweilen und Diskutieren ein – mit gastronomischen Angeboten, Tastings und Marktgesprächen.

Das gastronomische Angebot beim Sommer Food Markt umfasst u.a. schwäbisches, brasilianisches und indisches Soul Food, Snacks mit Algen, Eis aus Milch von Jersey-Kühen aus Brandenburg, Vesperteller Nose-to-tail und Root-to-leaf, italienische Klassiker vegan interpretiert, Berliner Craftbeer, Naturweine, Cider aus Österreich, Kaffeespezialitäten aus fairem Handel, handgemachte Süßigkeiten und vor Ort gebackenes Brot aus der mobilen Feldbäckerei.

Zum Auftakt diskutiert am Donnerstagabend die Food-Journalistin Eva-Maria Hilker, Herausgeberin der Gastrozeitung Esspress Berlin, mit Köchinnen, Gastronomen und Vertretern aus Kunst und Politik über die Zukunft der Museumsgastronomie (23. August, 17–19 Uhr).

Zur Langen Nacht der Museen stärkt der Sommer Food Markt Kunstliebhaber und Museumsschwärmerinnen mit Speisen und Getränken. Kunstgenuss trifft kulinarische Genüsse. Führungen durch die Ausstellung, Marktgespräche und Tastings regen Kopf und Gaumen an. Das Arte-Sommerkino begleitet den Abend mit ausgewählten kulinarischen Kurzfilmen (Samstag, 25. August, 12–24 Uhr).

Der Einritt zum Sommer Food Markt ist frei.

#FoodRevolutionBerlin

 

© Foto: Xenias / photocase.de

 

Algen in verschiedenen Farben Allgemeines

Algen, Gemüse aus dem Meer

Die Meere halten eine schiere Fülle an Köstlichkeiten für uns bereit, die noch kaum genutzt wird: Algen, Meeresgemüse. Es gibt ganz unterschiedliche Arten und Formen von Algen und Algen-Produkten, grüne, braune, rote, getrocknet, mariniert, als Pesto, als Aufstrich, als Pulver für Smoothies u.v.a.m.

Ira Mittmann ist mit ihrem jungen Berliner Unternehmen Meeresgemüse eine Algen-Pionierin. Sie bietet ein breites Sortiment mit Algen aus Europa an und verfügt über umfangreiches Wissen.


Was ist Meeresgemüse eigentlich, und wie bist Du darauf aufmerksam geworden?

Entstanden ist die Idee im einem Urlaub in der Bretagne. Uns ist dort bewusst geworden, dass auch in Europa Algen Bestandteil traditioneller Esskulturen sind und wir dass nicht nur in Asien fündig werden.

Was ist der besondere Wert von Algen für die menschliche Ernährung?

Algen sind in der Ernährung schon uralt. Erste nachgewiesene Aufzeichnungen sind 2500 Jahre vor Christi datiert. In Algen stecken viele Vitamine wie A, C, K, B12 u.a.m. Dazu Mineralien wie Jod, Magnesium, Selen, Eisen, Kalzium, außerdem Ballaststoffe und Proteine. Ja nach Algenart unterscheiden sich Inhaltsstoffe und Geschmack. Und: Algen sind ganz einfach sehr lecker! Read more „Algen, Gemüse aus dem Meer“

Allgemeines

Es hätte so schön sein können!

Es hätte so schön sein können! Hier noch ein paar Eindrücke vom Sommer Food Markt am vergangenen Freitag. Wir entschuldigen uns noch einmal bei allen Besucherinnen und Besuchern, dass der Markt aufgrund von Windschäden aus Sicherheitsgründen so kurzfristig abgebrochen werden musste. Wir freuen uns auf die zweite Runde vom 23.–25. August und hoffen erneut auf euer Interesse!





Kräuter aus der Uckermark Marktteilnehmer

England trifft Uckermark

Beim Sommer Food Markt am Kulturforum eröffnet morgen eine ganz besondere Bar. Motto: England trifft Uckermark, englischer Whiskey trifft regionale Säfte, Spirituosen und Kräuter. Simone Nuss (Schaufenster Uckermark) und Tobias Schreiber (Whiskey Union) mixen außergewöhnliche Drinks und Cocktails mit Zutaten aus der Region. Wir wär’s mit einem Milk Punch aus regionalem Korn, Quittenlikör und Grünzeug, einem Rumble in the Jungle oder dem Grumsiner Ginvergnügen? Ein idealer Start in die lange Nacht der Fête de la Musique!

 

Tamarinden-Limonade im Becher mit Minze Marktteilnehmer

Integration der Zunge

Mit Berlinaskus ist es Husam Al Dakak und seinem Team gelungen, den Geschmack ihrer Heimatstadt Damaskus und ihres Lebensmittelpunktes Berlin auf spannungsvolle Art und Weise miteinander zu verbinden. Sie vertreten die Ansicht, dass Integration auch in der Küche und auf der Zunge stattfinden muss. Premiere hatte Berlinaskus 2017 beim Street Food Thursday in der Markthalle Neun. Beim Sommer Food Markt bietet Berlinaskus syrisch-berlinische Fusion-Küche mit Wraps mit Hummus an, Gemüse mit Bio-Fleisch und vegetarisch, nussige Süßigkeiten – und eine erfrischende hausgemachte Tamarinden-Limonade.

www.facebook.com/Berlinaskus

 

Frische Maultaschen werden in Ofen zum Trocknen geschoben Marktteilnehmer

Schwäbisch, handgemacht, wie zu Hause

Echt schwäbische Küche, handgemacht wie zu Hause, mit viel Zeit und Liebe! Barbaras Küche ist beim Sommer Food Markt dabei mit original schwäbischen Maultaschen mit Bio-Rindfleisch, Fisch oder vegetarisch, auf Kartoffel- oder buntem Blattsalat. Der Fisch kommt übrigens auf kurzem Weg aus der Lichtenberger Stadtfarm, eine Aqua-Terraponik-Farm im Landschaftspark Herzberge. Als Erfrischung gibt’s außerdem Barbaras hausgemachte Holunderblüten-Limonade.

Aus ihrer Schöneberger Manufaktur versorgen Barbara Kappel und ihr Team seit gut 10 Jahren Berlin mit besten schwäbischen Gerichten, herzhaft und süß – auf verschiedenen Berliner Wochenmärkten, in der Kreuzberger Markthalle Neun wie bei kleinen und großen Caterings.

www.barbaraskueche.de

 

Marktteilnehmer

Bau dir deinen Veggie Burger!

Update 18.6.2018: Aus technischen Gründen können die Burger-Workshops beim Sommer Food Markt vom 21.–24. Juni leider nicht stattfinden. Wir arbeiten daran, dass die Workshops an den Markttagen vom 23.–26. August angeboten werden können. Alle Interessierten bitten wir herzlich um Verständnis!

Burger sind so lecker! Aber geht das auch ohne Fleisch? Klar! Im KIMBAmobil der Berliner Tafel kannst du lernen, wie du dir selbst einen Super Veggie Burger baust: vom Brötchen bis zum Patty und mit selbstgemachtem Ketchup – nachhaltig und gesund! Gemeinsam mit dem KIMBA-Team kocht ihr in der Küche im KIMBA-Doppeldeckerbus und esst dann zusammen. Das Rezept könnt ihr natürlich mit nach Hause nehmen und Eurer Familie vorstellen!

  • Workshops für Kinder von 6-16 Jahren, max. 14 Teilnehmer
  • Samstag, 23. Juni, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr, KIMBAmobil auf der Piazzetta am Kulturforum
  • Unkostenbeitrag: 3 Euro (wird vor Ort erhoben)
  • Anmeldung erforderlich, bitte unbedingt evtl. Lebensmittelunverträglichkeiten angeben: anmeldung{ät)foodmarkt-kulturforum.de
  • Restplätze werden vor Ort vergeben

Rund um das KIMBAmobil können Kinder und Eltern sich über die Arbeit der Berliner Tafel e.V. in ihrem 25. Jahr informieren und an Ratespielen rund ums Thema Lebensmittel teilnehmen.

Foto: © Katharina Levy / photocase.de