Allgemeines

2. Sommer Food Markt

Anlässlich der Ausstellung »Food Revolution 5.0. Gestaltung für die Gesellschaft von morgen« im Kunstgewerbemuseum verwandelt sich die Piazzetta des Kulturforums zum zweiten Mal diesen Sommer in einen bunten und vielfältigen Marktplatz.

Der Sommer Food Markt lädt an drei Tagen zum Genießen, Verweilen und Diskutieren ein – mit gastronomischen Angeboten, Tastings und Marktgesprächen.

Das gastronomische Angebot beim Sommer Food Markt umfasst u.a. schwäbisches, brasilianisches und indisches Soul Food, Snacks mit Algen, Eis aus Milch von Jersey-Kühen aus Brandenburg, Vesperteller Nose-to-tail und Root-to-leaf, italienische Klassiker vegan interpretiert, Berliner Craftbeer, Naturweine, Cider aus Österreich, Kaffeespezialitäten aus fairem Handel, handgemachte Süßigkeiten und vor Ort gebackenes Brot aus der mobilen Feldbäckerei.

Zum Auftakt diskutiert am Donnerstagabend die Food-Journalistin Eva-Maria Hilker, Herausgeberin der Gastrozeitung Esspress Berlin, mit Köchinnen, Gastronomen und Vertretern aus Kunst und Politik über die Zukunft der Museumsgastronomie (23. August, 17–19 Uhr).

Zur Langen Nacht der Museen stärkt der Sommer Food Markt Kunstliebhaber und Museumsschwärmerinnen mit Speisen und Getränken. Kunstgenuss trifft kulinarische Genüsse. Führungen durch die Ausstellung, Marktgespräche und Tastings regen Kopf und Gaumen an. Das Arte-Sommerkino begleitet den Abend mit ausgewählten kulinarischen Kurzfilmen (Samstag, 25. August, 12–24 Uhr).

Der Einritt zum Sommer Food Markt ist frei.

#FoodRevolutionBerlin

 

© Foto: Xenias / photocase.de

 

Marktgespräche

Die Zukunft des Essens in der Stadt

Anlässlich der Ausstellung »Food Revolution 5.0« im Kunstgewerbemuseum, die sich mit der Zukunft des Essens beschäftigt, fand im Rahmen des Sommer Food Markts am 22. Juni ein Gespräch mit der Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antirassismus Margit Gottstein über die Ernährungsstrategie des Landes statt. Die Veranstaltung traf bei über 20 Besucherinnen und Besuchern auf reges Interesses.

Die Ernährungsstrategie des Landes Berlin geht auf eine Festlegung im Koalitionsvertrag der drei Regierungsparteien zurück. Bereits in der letzten Legislatur ist das Land Berlin dem Milan Urban Food Policy Pact beigetreten, mit dem sich die Unterzeichner zur kommunalen Verantwortung für die Ernährung ihrer Bürgerinnen und Bürger bekennen, und es hatte erste Initiativen zur Begründung einer kommunalen Ernährungspolitk in Berlin gegeben. Dazu hatte entscheidend auch der zivilgeschaftliche Berliner Ernährungsrat beigetragen.

Dass Städte sich um die Ernährung ihrer Bürgerinnen und Bürger kümmern, ist für uns heute ungewohnt, aber historisch gar nicht neu. Immer schon gab es kommunale staatliche Infrastrukturen für die Versorgung mit Lebensmitteln in Städten, etwa die Wochenmärkte, Großmärkte, Schlachthäuser, Eierspeicher, Kühl-, Logistik-, Transport- und Lager- bzw. Notversorgungseinrichtungen – bis hin zu den täglichen Milchrationen für Schulkinder. Read more „Die Zukunft des Essens in der Stadt“

Walnussmeisterin Vivian Böllersen bei der Pflege eines jungen Walnussbaums Marktgespräche

Alles über Walnüsse aus der Region

Wir freuen uns auf die Walnussmeisterin Vivian Böllersen beim Sommer Food Markt. Walnüsse sind in den Berliner Backstuben sehr begehrt, aber kommen selten aus der Region, sondern von weit her. Dabei war Brandenburg immer ein Walnuss-Land! Doch die Tradition und das Wissen gingen über zwei Weltkriege verloren, unter anderem, weil die Bäume für Gewehrschäfte abgeholzt wurden.

In den letzen Jahren haben junge Bauern und Gründerinnen neue Walnuss-Plantagen in Brandenburg angelegt, doch um die Zeit zu überbrücken, bis diese Bäume tragen, haben sie eine neue Idee, die sie beim Sommer Food Markt vorstellen wollen.

Tatsächlich gibt es in der Region jede Menge wild wachsende Walnussbäume. Zumeist finden sie kaum Beachtung. Die Idee ist nun, genau diese Walnussbäume zu pflegen und zu nutzen. Um das Potenzial für einen Wertschöpfung und Vermarktung einschätzen zu können, haben Vivian Böllersen und Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde die Brandenburger und Brandenburgerinnen aufgerufen, in bestimmten Gebieten des Landes Walnussbäume zu zählen.

Vivian Böllersen hat selbst an der HNE Ökolandbau studiert und 2016 ihre Walnussmeisterei mit eigen Anbauflächen in Brandenburg gegründet. Sie ist ausgewiesene Expertin zum Thema Walnüsse vom Anbau bis zur Vermarktung im Handel und den Einsatz in der Küche. Für ihr Engagement wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

Am Samstag, 23. Juni, 14 Uhr, wird Vivian Böllersen das Projekt in einem Marktgespräch vorstellen.

www.walnussmeisterei.de